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   björn

   22.04.2004 um 11:16 Uhr

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(ENGLISH VERSION) Manchmal passieren Dinge so schnell, das man gar nicht mehr realisiert was alles passiert. Und wenn dann auch noch Bono im Spiel ist, dreht sich die Uhr eben noch viel schneller. Am Dienstag erhielt U2tour.de aus "erster Hand" den Hinweis, dass Bono am kommenden Tag nach Berlin kommen würde. Auf irgendein Wirtschaftstreffen – mehr wisse man auch nicht. Unsere Recherchen ergaben dann, dass Bono einer der Gastredner auf dem Awards Business for Excellence Dinner ist. Weiterhin war zu erfahren, dass das Essen in den Räumlichkeiten von Daimler Chrysler am Potsdamer Platz stattfinden sollte und von der Global Business Coalition on HIV/AIDS ausgerichtet würde. Ein paar Anrufe bei DaimlerChrysler später war klar, dass Bono tatsächlich kommen würde und ggf. bei einer vor dem Dinner stattfindenden Pressekonferenz anwesend sein würde. Flugs ließ sich U2tour.de-Mitarbeiter Björn Lampe für diese Pressekonferenz akkreditieren und harrte von nun an der Dinge. Donnerstagmorgen erhielten wir dann eine Information von einem russischen U2-Fan, der uns mitteilte, dass Bono bereits früher in Berlin sein würde. Wieder wurde recherchiert, telefoniert, e-mails verschickt und abermals eine Akkreditierung organisiert. Die Spannung stieg. Gegen 15 Uhr hatten wir schließlich alle Informationen zusammen und konnte die News auf U2tour.de veröffentlichen. In der Zwischenzeit hatte sich Björn Lampe bereits auf den Weg gemacht, hier sein Bericht: mehr lesen

Bono ist um die Mittagszeit in Berlin gelandet und hat sich anschließend direkt mit Vertretern des deutschen Aktionsbündnisses gegen AIDS und VENRO, einem Zusammenschluss von NGOs zur Armutsbekämpfung in Afrika, getroffen. Um 15 Uhr gab es dann ein gemeinsames Treffen mit Vertretern der deutschen Regierung, um das Anliegen für Afrika zu verdeutlichen. Doch während all dies fernab der Öffentlichkeit passierte, wurde es gegen 16.30 spannend: Bono und Herbert Grönemeyer sollten gemeinsam auf einer Pressekonferenz am Gendarmenmarkt in der Mitte Berlins auftauchen. In einen kleinen Konferenzraum drängten sich daher bereits frühzeitig zahlreiche Journalisten. Allein 15 Fotografen hatten sich direkt vor dem Tisch aufgebaut an dem Bono und Herbert später sitzen sollten. Und dann begannen das Warten und der Wahnsinn… Wie immer waren die Herren etwas verspätet, doch als sie den Raum betraten, brach ein gewaltiges Blitzlichtgewitter über sie her. Kein Wunder also, dass Bono eine Sonnenbrille trägt. Herbert Grönemeyer dürfte jedenfalls in den nächsten Minuten mit Sehschwierigkeiten gekämpft haben. Schnell wurde auch klar, dass die ca. 50 anwesenden Journalisten hauptsächlich wegen den beiden Künstlern und nicht wegen der eigentlichen Geschichte, dem Kampf gegen AIDS, vor Ort waren. Kurz erläuterten die NGO-Vertreter ihr Anliegen bevor Bono ausführlich das Mikrofon ergriff: "My name is Bono and I am a rockstar", ließ er gleich zu Beginn wissen (Grönemeyer erwiderte dies später wunderbar in dem er sagte: "Mein Name ist Herbert Grönemeyer und ich bin deutscher Sänger"). Danach sprach Bono über seine Beweggründe sich für das Thema Afrika und die AIDS-Bekämpfung stark zu machen. Er betonte zudem, dass er mit allen Seiten der deutschen Gesellschaft über dieses Thema sprechen wolle. "I am going to speak with the churches, the companies and even soccer mums. Politicians are not afraid of musicians, but if musicians are starting to get together with soccer mums, they become scared!" Auch Herbert Grönemeyer ergriff noch kurz das Wort und bot eine realistische Einschätzung der gemeinsamen Mission: "Das Gespräch mit Bundeskanzler Gerhard Schröder wird nichts bringen, aber das Thema muss öffentlich werden!" Von den versammelten Journalisten gab es im Anschluss an die Statements nur noch eine Nachfrage, so dass ich mich unproblematisch direkt an Bono wenden konnte. Ich fragte ihn, ob er durch seinen guten Kontakt zu Horst Köhler Chancen sehe das Thema in Deutschland verstärkt in die Öffentlichkeit zu bekommen, sollte Köhler neuer Bundespräsident werden. Bono betonte in seiner Antwort, dass jedes Gespräch und jede Öffentlichkeit wichtig sei. "I have spoken to the pope, I have spoken to his girlfriend, I have spoken to so many people and I will continue to do that and keep begging." Nach der Pressekonferenz begann das alte Spiel: wie kann man Bono noch kurz abfangen, um ihm ein paar Worte zu U2 zu entlocken? Glücklicherweise ließ sich vor der Tür recht schnell der Kleinbus identifizieren, der Bono wohl zum Potsdamer Platz und zur nächsten Pressekonferenz bringen würde. So begann, diesmal gemeinsam mit einigen anderen U2-Fans, wieder einmal das Warten. Doch bereits nach 20 Minuten kamen Bono und Herbert heraus und Bono gab bereitwillig Autogramme. Zudem konnte ich ihm einige weitere Fragen stellen. Die Aufnahmen für die neue Platte wären fast fertig und man wüsste endlich welchen Sound die neue Platte haben wird. Bono selbst rechnet mit einem Single-Release im September und mit der Veröffentlichung der CD im Oktober (hierzu sei angemerkt, dass Bono mit solchen Aussagen meist falsch liegt…). Zudem gab er zu, dass die Band nicht gerade begeistert sei, dass er in Berlin wäre. Es hat ihn eine Menge Überzeugungsarbeit gekostet die Jungs zu verlassen und für ‚the good cause’ unterwegs zu sein. Doch die Zeit drängt und Bono steigt in den bereitgestellten Kleinbus. Ab geht’s zum Potsdamer Platz, in die Konzernrepräsentanz von DaimlerChrysler. Wieder eine Pressekonferenz, die gleiche Geschichte wie zuvor. Spannend wird es erst wieder gegen 18.30 als vor dem Ort des Awards Business for Excellence Dinner eine kleine Demo für mehr Geld für Afrika und die AIDS-Hilfe stattfindet. Bono stellt sich zu den Demonstranten und beginnt mitten auf der Straße eine Diskussion mit Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul. Und während um sie herum ein riesiger Tross Journalisten um das beste Bild kämpft, beginnen die beiden tatsächlich eine angeregte und mehrminütige Diskussion. Währenddessen kommt es zu Rangeleien zwischen den Fotografen bei der sogar mehrere Journalisten zu Boden gehen. Bono jedoch bleibt ganz cool und Gentleman zudem: er hilft einer jungen Fotografin wieder auf die Beine. Danach verschwindet er dann zum Dinner, bei welchem neben ihm auch noch Bundeskanzler Gerhard Schröder, der Präsident der Weltbank James Wolfensohn und der Global AIDS Co-ordinator der US-Regierung Randall Tobias als Redner geladen sind. Bono spricht in seiner Rolle als Gründer von D.A.T.A. (Debt AIDS Trade Africa). Das Essen beginnt um 19 Uhr und dauert bis in die Nacht. Inzwischen haben sich zahlreiche U2-Fans rund um das Gebäude versammelt und werden später auch von Bono belohnt. Später dann begibt sich Bono in sein Stammhotel, ins Adlon am Pariser Platz. Auch Rockstars müssen schlafen. Photos von diesem Event findet Ihr in unserem U2tour.de Photo Archiv. Weitere Photos gibt es bei macphisto.net und gettyimages.com. Das Transcript von Bonos Rede beim Dinner und eine deutsche Übersetzung findet Ihr HIER. A day with Bono Sometimes things happen so fast you hardly realise what's going on at the moment. Having Bono involved time seems to move faster than it does normally. On Tuesday, April 20th, U2tour.de got firsthand information Bono would come to Berlin the following day to attend some kind of economy meeting - no more detailed information could be provided. Our enquiries added up to Bono being one of the guest speakers at the Awards Business for Excellence Dinner. We found out that the dinner which was organized by the Global Business Coalition on HIV/AIDS would take place at the localities of Daimler Chrysler on Potsdamer Platz. After a few phone calls with Daimler Chrysler we found out that Bono would definitely come to Berlin and would possibly attend a press conference previous to the dinner. Rapidly U2tour.de team member Björn Lampe got an accreditation to the press conference and awaited things to come. On Thursday morning we were informed by a Russian fan that Bono would be in Berlin earlier. Again there was a lot of enquiring, calling, mailing and another accreditation was organised. Suspense increased and at 3:00 p.m. we could publish the news on U2tour.de. In the meantime Björn had set off and here is his report: Bono had landed in Berlin about noon and got together immediately with members of the German Aktionsbündnis gegen AIDS and VENRO, a federation of NGO's to fight poverty in Africa. On 3:00 p.m. a meeting with members of the German government was scheduled to clarify the concern for Africa. While all this happened off the record on 16:30 p.m. Bono and Herbert Grönemeyer were supposed to appear together at a press conference on Gendarmenmarkt in the heart of Berlin. Numerous journalists already were crowded in a small meeting room. About 15 photographers were located in front of the table where Bono and Herbert should be seated later. Then waiting and madness began... As usually the protagonists were a bit belated but when they entered the room a huge electrical storm created by flashlights irrupted. So we don't need to wonder about Bono wearing sunglasses whereas Herbert Grönemeyer might have been suffering a bit from eye troubles within the next minutes. Soon it became evident that the journalists were mostly present because of the two celebrities and not because of an earnest interest in the actual topic, the fight against AIDS. Shortly the NGO members exemplified their concern before Bono caught hold of the microphone: "My name is Bono and I am a rockstar" he started. Grönemeyer later responded marvellously by saying (in German): "My name is Herbert Grönemeyer and I am a German singer." Then Bono talked about his motivation for sticking up for Africa and the fight against AIDS. He emphasised he wanted to talk about this subject with all parts of German society: "I am going to speak with the churches, the companies and even soccer mums. Politicians are not afraid of musicians, but if musicians are starting to get together with soccer mums, they become scared!" Herbert Grönemeyer also rose to speak and gave a down-to-earth estimation of the common mission: "The discussion with Gerhard Schröder will lead to nothing but the subject has to become notified in public." Afterwards the assembled journalists only had one question so I could address Bono without any problem. I asked him whether his good contact to Horst Köhler might be a chance to amplify the topic within the German public if Köhler will become federal president. Bono emphasised that each dialogue and all kind of publicity is important: "I have spoken to the pope, I have spoken to his girlfriend, I have spoken to so many people and I will continue to do that and keep begging." After the press conference the well-known game started: How can you catch Bono to worm something U2 related out of him? Fortunately the van who would bring him to the next press conference on Potsdamer Platz could be located pretty fast and together with some fellow fans waiting started again. But already after 20 minutes Bono and Herbert came out and Bono willingly signed autographs. In addition I could ask him some more questions. The recordings for the new album were almost finished and finally they would know how the new record will sound like. Bono himself bargains for a single release in September and an album release in October (it has to be annotated that Bono often is wrong with statements like this). He also admitted that his band members aren't too enthusiastic about his trip to Berlin. It took him a lot of convincing to leave the boys and go on another journey for 'the good cause'. But time is short and Bono ascends into the van. Off they go to the corporate representation of Daimler Chrysler on Potsdamer Platz. Another press conference, same procedure as before. Suspense rises as in front of the location of the Awards Business for Excellence Dinner there is a small demonstration for the increase of money to support Africa and the fight against AIDS. Bono joins the protesters and in the middle of it all he starts to talk with Heidemarie Wieczorek-Zeul, minister of foreign aid. While around them a large group of photographers fights for the best snapshots the two start a motivated discussion which lasts several minutes. Within the crowd of bickering photographers even some journalists fall down on the floor. Bono stays cool and gentleman-like and even helps a young female photographer back on her feet. Then he walks off to the dinner where also German Chancellor Gerhard Schröder, world bank president James Wolfensohn and Randall Tobias, global aids coordinator of the US-government, are invited to speak. Bono speaks as founder of D.A.T.A. (Debt AIDS Trade Africa). The dinner starts at 7:00 p.m. and lasts far into the night. Meanwhile numerous U2 fans have assembled around the building and are rewarded by Bono later. Than Bono betakes himself to his regular hotel when he's in Berlin, the Adlon on Pariser Platz. Even rockstars sometimes have to sleep. Many thanks to Susanna Neumann (sun) and Alexander Zerbock (Carpe Diem) for the translation! Pictures of the event can be found in our U2tour.de Photo Archive. Further pictures are available at macphisto.net and gettyimages.com. The transcript of Bono's speech at the dinner can be found HERE.

 
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