Mark Fisher

Funktion: Production Designer / „Entertainment-Architekt“

1947 in Warwickshire, England, geboren, studiert Fisher an der weltweit renommierten Architectural Association School of Architecture (AA School) in London und erlangt dort 1971 seinen Abschluss. Schon während seiner Studienzeit und der daran anschließenden Arbeit als Unit Master an der AA School (1973-1977) interessiert sich Fisher für aufblasbare Architektur und mobile, auf- und abbaubare Strukturen. Dies erregt die Aufmerksamkeit von Roger Waters und somit wird Fisher für Pink Floyds Animals Tour 1977 zum ersten Mal als Set Designer für ein Rock Event engagiert. Dies ist sein Einstieg in die Welt des Rock und seitdem gibt Fisher mit seinen Entwürfen den Tourneen der verschiedenartigsten Künstlern ein Gesicht. Mit seinen Bühnenkonzepten setzt er immer wieder neue visuelle und technische Maßstäbe, die sowohl Publikum als auch Kritiker begeistern.

Gemeinsam mit dem Ingenieur Jonathan Park gründet er die Firma Fisher Park, die für bahnbrechende Bühnendesigns in den 80er und Anfang der 90er Jahre bekannt wird. Zu den Projekten zählen u.a. Pink Floyds The Wall (1980-81), Tina Turners Private Dancer (1985), George Michaels Faith (1988), Jean Michel Jarres Concerts In China (1981), Rendez-Vous Houston (1986) und Destination Docklands (1988) und die Rolling Stones Steel Wheels/Urban Jungle und Voodoo Lounge Touren von 1989-90, bzw. 1994-95.

Nachdem sich Fisher Park 1994 auflöst, gründet Fisher das Mark Fisher Studio – heute besser bekannt als Stufish und zeichnet für einige der bekanntesten Bühnenkonzepte der 90er und 2000er Jahre verantwortlich, so zum Beispiel für: Pink Floyds The Division Bell, die Rolling Stones Bridges To Babylon Tour, Robbie Williams Close Encounters, Genesis Turn it on Again, die Herbert Grönemeyer Mensch Tour um nur einige zu nennen.

Stufish designt aber nicht ausschließlich Konzertbühnen sondern ist auch für zahlreiche andere Bühnenkonzepte verantwortlich. Zu den Projekten gehören so verschiedenartige Events wie die Eröffnungs- und Abschlussfeiern für die Olympischen Spiele 2006 und 2008, die Schiffstaufe der Queen Mary 2, das Live Earth Konzert 2007, die Millenium Dome Show mit Peter Gabriel 2000, verschiedene Bit Awards Shows und verschiene Bühnen für Shows des Cirque de Soleil.

Mit und für U2 arbeitet Fisher seit der ZooTV Tour (1992-1993), die damals neue Maßstäbe bezüglich der Technologien setzte. Seitdem ist Fisher verantwortlich für alle U2 Bühnen, so auch für die gigantische Popmart Bühne, die Elevation und Vertigo Touren und auch für das 360° Design der 360° Tour 2009/2010 und arbeitet eng mit Willie Williams zusammen. Mit dem Design der 360° Bühne, die Bono bei den Konzerten auch liebevoll als Weltraummüll (Space Junk) bezeichnet, bricht Fisher alle Rekorde – mehr über die größte mobile Bühne erfahrt Ihr im U2tour.de Special.

Auf der Hompage von Stufish gibt es für alle Interessierten viele spannende und faszinierende Einblicke in die Entwicklung der Bühnenkonzepte (auch von und für U2), von ersten Skizzen hin bis zum fertigen „Produkt“ und HIER findet Ihr ein Interview mit Mark Fisher von Januar 2008, in dem er u.a. auch detailliert seine Zusammenarbeit mit U2 beschreibt und die Popmart Tour als eines der 3 Projekte, in denen er involviert war, nennt, auf die er am meisten stolz ist. Interessant ist übrigens auch seine Aussage zu den LED-Vorhängen der Vertigo Tour (US Leg) – schon damals war das 360° Konzept offensichtlich ein Thema: „The curtains of MiSpheres on U2’s Vertigo [2005-6] were video technology on a tangent, originally planned as a 360° video screen. Again, that was taking video technology to the next level.”

Am 25. Juni 2013 verstirbt Mark Fisher im Alter von nur 66 Jahren in einem Londoner Hospiz.

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