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28.09.2010
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If we work with each other as ONE....

Jeder, der 2009 oder 2010 ein U2 Konzert besucht hat, kennt die Rede von Bishop Tutu – einige Besucher können inzwischen den Text sogar mitsprechen...und die U2-Konzertbesucher kennen auch alle die ONE Organisation. Dachte ich wenigstens...
Aber ich fange mal besser von vorn an. Nachdem ich ONE schon seit Jahren online unterstütze, fand ich in diesem Sommer, dass es mal Zeit wird, aktiv zu werden und bei ONE im Rahmen eines U2-Konzertes mitzuwirken. Gedacht – getan; als das Mail mit der Einladung kam, habe ich mich fix beworben und hatte auch schon - zu meiner großen Freude - wenige Tage später die Bestätigung, dass ich mitmachen darf, im Posteingang. Die Freude steigerte sich noch als ich erfuhr, dass mit mamo, judbury und precious stone noch drei weitere Forumler dabei sein sollten.
Konzerttag – Treffen um 12 Uhr mittags am ONE-Stand vor dem Stadion. Wir werden sehr freundlich von Alicia (ONE Ansprechpartnerin in Deutschland) und Weldon (aus London) begrüßt und auf unsere Aufgabe vorbereitet. Jeder erhält ein ONE-Shirt, eine Tasche mit Armbändchen und Flyern und ein iPad für die Aufnahme der digitalen Unterschriften und natürlich die "Aufgabe": Unterschriften für eine Petition an die UN sammeln, um diese Millennium-Entwicklungsziele zu erinnern, speziell daran, dass sie bis 2015 dafür sorgt, dass kein Kind mit HIV geboren werden muss.
Es geht los – eine leichte Nervosität geht allerdings mit. Während ich auf der einen Seite der Meinung bin, dass man eine solche Forderung einfach nur unterstützen kann, bin ich allerdings auch etwas skeptisch, was da wohl so auf mich zukommen mag. Der Anfang ist aber recht einfach – die vor den Einlasstoren Wartenden kennen ONE eigentlich alle und sind gern bereit, diese Petition zu unterstützen. Dazu kommt, dass ich doch einige in der Warteschlange kenne – da ist die Stimmung recht nett und gelöst.
Dann wird es aber langsam schwieriger – immer wieder wird man, zum Teil auch recht schroff, abgeblockt. Mein Fast-Standardsatz wird: "Nein, es geht nicht um Euer Geld, es geht um Eure Stimme", häufig ergänzt durch "Nein, Ihr erhaltet keine Spam-Mails, es gibt keinen nervigen News-Letter und die Mail-Adressen werden auch nicht weiterverkauft" (und auch gern mal: "Nein, den iPad bekommt Ihr nicht für die Unterschrift"). Für die österreichischen Gäste ist auch häufig der Zusatz "Nein, bei ONE geht es nicht um die Telefongesellschaft" nötig. Was aber immer wieder aufbaut, sind die netten Gespräche zwischendurch. Gern spreche ich Gruppen an, oft ist auch einer dabei, der ONE schon kennt und dabei hilft, die anderen zu überzeugen, dass es eine gute Sache ist. Diejenigen, die sich die Zeit nehmen, zuzuhören, sind of auch gern bereit zu unterschreiben.
Sieben Stunden lang schwärmen wir aus und versuchen, den Besuchern ONE und die Ziele näher zu bringen. (Es ist übrigens äußerst schwer, nach über sechs Stunden Dauerreden dann noch gegen die Vorband anzuschreien...). Um viertel vor acht (oder manche sagen dreiviertel acht) treffen wir uns wieder am ONE-Stand, vergleichen unsere Ergebnisse und freuen uns über die vielen neuen Supporter. Per Losverfahren wird entschieden, wer während "Walk on" auf die Bühne darf und danach werden wir alle durch den Hintereingang ins Stadion geführt, um das Konzert mitzuerleben. Bei der Bishop Tutu Rede läuft es mir übrigens zum ersten Mal eiskalt den Rücken herunter – "I am ONE"!
Eine interessante Beobachtung: Je später der Nachmittag, desto höher wird übrigens der Anteil derjenigen, die noch nie von ONE gehört haben. Irgendwie hatte ich gedacht, dass, dadurch, dass U2 (insbesondere Bono) die Organisation schon seit Jahren unterstützen und auch bei den Konzerten einbauen, schon ein gewisser Bekanntheitsgrad da sein müsste, aber da habe ich mich doch scheinbar geirrt. Für mich ist dies allerdings ein Zeichen, dass da noch Luft nach oben ist, und dass gerade solche Aktionen wie bei den U2-Konzerten sehr wichtig sind. Mein persönliches Fazit ist, dass ONE noch viel bekannter werden muss und ich gern versuchen möchte, in Hamburg eine ONE-Supporter-Gruppe zu starten. Würde mich sehr freuen, wenn Ihr Lust hättet mitzumachen - oder in Euren Wohnorten ebenfalls aktiv zu werden.
Habt Ihr eventuell auch Erfahrungen als ONE-Supporter gemacht? Wie erging es Euch dabei?
Wer mehr über ONE lesen möchte und vor allem die aktuelle Petition unterschreiben will (jede Stimme zählt!!):


News geschrieben von Sabine am 28.09.2010 um 05:19

    



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